Disneyland Paris: Mit Kindern unter ~8 Jahren nicht wirklich zu empfehlen

549 words · 3 minute read
Last updated: Jun 22, 2026 · Published: Jun 22, 2026

Wir waren ein paar Tage mit unseren Kindern (~5 und ~2) im Disneyland Paris. Vorweg: Der Park ist wirklich sehr cool gestaltet, die Fahrgeschäfte machen Spaß und die Shows sind super! Trotzdem würde ich es Familien mit kleineren Kindern (so grob unter ~8 Jahren) nicht vorbehaltlos weiterempfehlen. Hier mein gemischtes Fazit.

Das ständige Hetzen & Anstehen

Wartezeiten sind ein großer Faktor gewesen. Man läuft von einer Schlange zur nächsten, und das geht schon ab dem Frühstück los: Zuerst 10 bis über 20min (!) warten, bis man einen Tisch bekommt, dann schnell schnell essen, um die exklusive Disney-Hotelgäste-Zeit von 8:30-9:30 im Park nutzen zu können, dann schnell schnell zum Bus, schnell schnell durch die Sicherheitskontrolle, schnell schnell zum Eingang, schnell schnell zur Attraktion…um dann z.T. wieder in der Schlange zu stehen.

Immerhin: Nach 1-2 Tagen hatten wir besser verstanden, bei welchen Attraktionen sich wann welche Schlangen bilden, und konnten dann strategischer vorgehen. Außerdem haben wir den “Baby Switch” fleißig genutzt, um nur einmal anstehen zu müssen und beim zweiten Mal die Schlange zu skippen.

Der Park ist nicht wirklich kinderfreundlich designt

Aber das Anstehen ist es nicht mal allein. Der ganze Park ist einfach nicht wirklich kinderfreundlich designt, sondern eher für Erwachsene, die “mal wieder Kind sein” möchten. Ein paar grundsätzliche Dinge sind aus meiner Sicht super schlecht geplant:

  • Z.T. seeehr lange Laufwege zwischen den Attraktionen (insbesondere zum neuen Frozen-Bereich in der Disney Adventure World)
  • Normale Spielplätze sind Mangelware. Es gibt ja zwei separate Parks: In dem einen gibt es zwei Mini-Spielplätze (die wohl sogar manchmal gesperrt sind), in dem anderen KEINEN einzigen normalen Spielplatz!
  • Viel zu wenig Schatten & Sitzgelegenheiten. Die Leute sitzen teilweise unter Brücken auf dem Boden. Schatten und Bänke findet man eigentlich nur, wenn man in die Shops oder Restaurants geht (= konsumiert).
  • An jeder Ecke – und sehr häufig direkt nach dem Ausstieg einer Attraktion - irgendwelche Merch-Gegenstände & süße Snacks (= Nonstop-Kinderquengeln vorprogrammiert). Na gut, dieser Punkt war wohl zu erwarten, aber nervig ist es trotzdem.

Außer Warten, hin und wieder Attraktionen fahren & Konsumieren gibt es für die Kinder also nicht wirklich was zu tun. Da kannst du die best-erzogensten Kinder der Welt haben…so wie diese Parks designt sind, gibt es ständig Stress & Krach.

Viele Attraktionen sind für die ganz Kleinen ungeeignet

Für kleine Kinder – unsere Jüngste ist 2 – sind viele Attraktionen nicht geeignet, auch wenn sie als altersgerecht und “für die ganze Familie” angegeben sind. Bei Ratatouille zum Beispiel hatte sie ziemlich viel Angst, und die neue Frozen-Attraktion wäre bestimmt auch zu viel für sie gewesen (v.a. wegen einem relativ steilen Rückwärts-Slide). Man sollte sich also nicht blind auf die Altersangaben verlassen und im Zweifel vorher genauer recherchieren.

Wann es sich trotzdem lohnt

Ich denke, Disneyland macht dann Spaß, wenn die Kinder es auch einfach genießen, durch den Park zu spazieren und die ganzen Details wahrzunehmen. Und wenn man anfängt, Geld für FastPass und Co. auszugeben, um die Warteschlangen zu skippen. Mein Tipp wäre dann eher: lieber einen Tag kürzer, aber dafür all-in auf FastPass.

Für uns mit kleineren Kindern war es unterm Strich ein gemischtes Erlebnis – cool gestaltet, aber sehr anstrengend. Jemandem in einer ähnlichen Situation könnten wir es daher nicht vorbehaltlos weiterempfehlen.


AI-Hinweis: Notizen mit Claude in diesen Text umgewandelt. Inhalte & Meinungen sind meine eigenen.