Balkonkraftwerk - Notizen & Learnings
842 words
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Last updated: May 25, 2026
· Published: May 10, 2026
In vielen Städten, z.B. in München, werden Balkonkraftwerke ziemlich gut gefördert (mit bis zu 320€ bzw. 50% der Kaufsumme. Speicher werden mitgefördert): Förderung von Stecker-Solar-Geräten (Balkonkraftwerken) (FKG). Muss man aber vor dem Kauf beantragen ⚠️
Balkonkraftwerk
- Balkonkraftwerke sind überraschend günstig. Wir haben uns für dieses Balkonkraftwerk entschieden: Solakon Komplettset (1000W Modulleistung, 800W Wechselrichter) via Amazon (Mai 2026, mit Balkon-Halterungen, Variante mit 5m Anschlusskabel) - für 370€!
- Wahrscheinlich der größte Blocker für viele: Man braucht eine Außensteckdose in Reichweite des Balkonkraftwerks.
- Die Preise schwanken insgesamt ziemlich stark, es lohnt sich, das etwas zu beobachten.
- Die Montage war schon Arbeit - das Montieren an den Balkon war schon umständlich und hat einen extra Besuch im Baumarkt gebraucht (wir haben längere Schrauben besorgt). Man sollte sich die Anleitung für die Balkon-Halterung vor dem Kauf genau durchlesen & versuchen zu verstehen, ob die Halterung mit dem eigenen Balkon kompatibel ist.
Speicher
- Außerdem haben wir noch einen Speicher bestellt, der in den nächsten Wochen geliefert werden müsste. Aber das ist dann etwas komplizierter, weil man sich dann auch eigentlich damit beschäftigen muss, wie man einen Smart Meter im Sicherungskasten angeschlossen bekommt. Ohne Speicher starten ist einfacher.
- Das wird dann auch deutlich teurer - der Speicher, für den wir uns entschieden haben, hat 424€ gekostet (Mai 2026, Anker Solarbank 2 E1600 Pro System via Kleines Kraftwerk, -15% Corporate Benefits Vorteil, inklusive Anker Smart Meter)
- Wofür braucht man einen Smart Meter? Ohne Smart Meter “weiß” der Speicher nicht, wann er wie viel Energie ins Haus-Netz einspeisen soll. Ein Smart Meter hängt am Sicherungskasten & kann auslesen, wie viel Energie gerade im Haus verbraucht wird => er kommuniziert dann mit dem Speicher. So weiß der Speicher, wie viel Energie er einspeisen soll. So kann er genau den Eigenbedarf abdecken.
- In unserer Bestellung ist zwar ein Smart Meter dabei, aber wir wissen noch nicht, wie wir es dann tatsächlich im Sicherungskasten montiert kriegen. Wahrscheinlich werden wir mal auf Kleinanzeigen oder ähnlichen Plattformen Angebote einholen. Zur Not verkaufen wir den mitgelieferten Smart Meter und kaufen uns einen kompatiblen IR-Tracker, der über die Infrarot-Schnittstelle vom Stromzähler ausliest. So einer kann einfach ohne Elektrik-Kenntnisse magnetisch angebracht werden (erfordert dann aber ein unschönes langes Strom-Kabel zu einer Steckdose in der Nähe). Mal sehen…
Gesamtsystem & Amortisierung
Durch einen Speicher steigert man zwar die Eigenverbrauchsquote, aber durch den hohen Preis dauert die Amortisierung dann schon länger als ohne Speicher. Wir hoffen darauf, dass sich unser System innnerhalb von ca. 4 Jahren amortisiert.
Unsere grobe Rechnung: Alles in allem haben wir ca. 850€ ausgegeben - abzüglich der Förderung also 520€ Kosten. Wir hoffen, dass wir jährlich etwa 600 kWh produzieren (Westausrichtung). Wir hoffen auf eine Eigenverbrauchsquote von ca. 80% = ~480 kWh (durch den Speicher. Ohne Speicher wäre es wahrscheinlich eher ~50%). Unser aktueller Strompreis ist 0,265€/kWh => unser System sollte unsere Stromrechnung um ca. 130€/Jahr reduzieren => nach 520/130 = 4 Jahren sollte es sich eigentlich amortisiert haben und die Stromrechnung für mindestens 6-7 weitere Jahre niedriger halten.
Mal sehen, ob diese Zahlen tatsächlich realistisch sind (laut Gemini und Claude sind diese Zahlen eher konservativ…allerdings steht und fällt es damit, ob wir mit unseren Balkon-Bedingungen genügend Sonne einfangen können, auch hinsichtlich Teil-Verschattung)…
In jedem Fall ist es ein spannendes Projekt! 😀☀️
Update 23. Mai
So, unser Balkonkraftwerk mit Speicher läuft nun seit ca. 10 Tagen. Eine gute und eine schlechte Nachricht:
- die gute: Unser Setup funktioniert auch ohne Installation eines Smart Meters ganz gut. Denn man kann manuell einstellen, wie viel Strom zu welcher Zeit ins Haus eingespeist werden soll. Wir haben unseren Stromzähler beobachtet & dabei festgestellt, dass wir eine permanente Grundlast von mind. 80 Watt haben. Deshalb haben wir eingestellt, dass der Speicher zu jeder Zeit nur 80 Watt “durchlassen” soll & sich mit dem Überschuss aufladen soll. So stellen wir sicher, dass wir keinen Strom unnötig verschenken.
- die schlechte: Unser Setup produziert weniger Strom als erhofft.
- Winkel: zum einen beobachten wir, dass selbst bei sehr sonnenreichen Tagen die Produktion erst ab 13/14 Uhr richtig anläuft. Erst dann scheint der Winkel gut genug zu sein, damit die Module signifikant Strom produzierten.
- Verschattung: zum anderen ist selbst dann die Produktion eher verhalten - in die Nähe unserer Modul-Peakzahlen kommen wir eigentlich nur im Zeitraum von 17-18 Uhr. Nur dann kann die pralle Sonne auf die Module knallen. Außerhalb dieser Zeiten gibt es eine leichte Verschattung durch einen Baum auf dem Nachbargrundstück. Aber diese leichte Verschattung hat einen riesigen Einfluss auf die Produktionsmenge - wir hatten wohl unterschätzt, was für einen Unterschied selbst eine kleine Verschattung kann.
Hier beispielhaft unsere Erzeugung am 23. Mai - einem Tag, an dem praktisch non-stop die Sonne geschienen hat & bisher unser ertragreichster Tag. Wir haben knapp 2 kWh erzeugt. Ich hätte eher auf 3-4 kWh gehofft.

Wir beobachten weiter, jetzt sollen zum Glück ein paar weitere sonnenreiche Tage kommen. Aber so wie es jetzt aussieht, scheinen wir selbst an diesen Tagen nicht über mehr als 2 kWh pro Tag hinauszukommen. Vielleicht sind die vier Jahre Amortisierung doch zu optimistisch und es werden eher 6 Jahre…
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